Sorbus Pharmaceuticals GmbH in Wien gegründet

(Wien, 4. 2. 2010) Heute wurde die Sorbus Pharmaceuticals GmbH in Wien gegründet. Sorbus entwickelt neuartige Arzneimittel zur Behandlung komplizierter Wunden, Krebs und anderer lebensbedrohlicher Erkrankungen. SertaSil, der erste Wirkstoffkandidat von Sorbus, hat außergewöhnliche Wirkungen bei Patienten mit akuten und chronischen Wunden sowie Verbrennungen gezeigt. SertaSil beschleunigt die Wundheilung und behandelt Wundinfektionen, einschließlich Infektionen durch Antibiotika-resistente Bakterien. Zunächst wird Sorbus SertaSil für die Behandlung chronischer nicht heilender Wunden, wie des diabetischen Fußsyndroms und venöser Beingeschwüre entwickeln. Diesen Patienten stehen sehr begrenzte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. SertaSil wird daher einen wichtigen medizinischen Bedarf decken. 

Erfahrener Manager erhielt staatliche Startfinanzierung

Sorbus hat zur Unterstützung der Entwicklung von SertaSil Förderungen der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) erhalten. Geleitet wird Sorbus von Dr. Frank Sams-Dodd. Er hat 20 Jahre internationale Erfahrung im Bereich Forschung und Entwicklung in der pharmazeutischen Industrie. Dr. Sams-Dodd hatte bisher sowohl Forschungs- als auch Führungspositionen in großen wie kleinen Unternehmen inne, z.B. bei der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH. Er ist als Berater für Unternehmen und Institutionen tätig, darunter der Wellcome Trust und die Universität Strathclyde und er ist ein gefragter Redner und Vorsitzender bei Industriekonferenzen. 

Arzneimittel für verbesserte Wundheilung in Entwicklung

Wundversorgungsmittel sind aktuell vor allem Medizinprodukte. Erst in letzter Zeit haben Pharma-Unternehmen wie z. B. J & J, Novartis und AstraZeneca an der Verwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von Wunden erhöhtes Interesse gezeigt. SertaSil wird voraussichtlich zu einem first-in-Class-Therapeutikum auf diesem Gebiet mit einem großen unerfüllten medizinischen Bedarf werden und soll bei Krankenhäusern und Angehörigen der Heilberufe als das Produkt erster Wahl für die Wundbehandlung positioniert werden. SertaSil wurde bereits bei einer hohen Zahl von Patienten mit einer breiten Palette von akuten Wunden (z.B. postoperative Wunden und Karbunkel) und chronischen Wunden (z.B. diabetische Fuß- und venösen Beingeschwüre) sowie Verbrennungen evaluiert. Die Ergebnisse zeigten, dass SertaSil die Heilung von Wunden um 50% beschleunigt und Wundinfektionen erfolgreich behandelt – sowohl bei aeroben als auch bei anaeroben Bakterien, inklusive Antibiotika-resistenter Stämme. SertaSil entfernt auch nekrotisches Gewebe und lindert Schmerzen. 

Wachstumsmarkt mit Verbindung zu Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Der Weltmarkt für Produkte zur Wundbehandlung ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und wird voraussichtlich im Jahr 2010 $ 15,3 Milliarden erreichen. Trotz vieler Fortschritte ist der medizinische Bedarf nach wie vor hoch. Chronische nicht heilende Wunden sind eine große Herausforderung bei Patienten mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus ist die wichtigste Ursache für Krankenhausaufenthalte das diabetische Fußsyndrom. 15 bis 20 Prozent der geschätzten 200 Mio. Menschen mit Diabetes weltweit werden zu irgendeinem Zeitpunkt im Laufe ihrer Krankheit mit einer Fußkomplikation ins Krankenhaus eingewiesen werden. Viele Patienten werden Amputation am Fuß oder sogar oberhalb des Sprunggelenks als Folge einer schweren Infektion oder peripherer Ischämie erfahren. Mehr als 60% der nicht-traumatischen Amputationen in der westlichen Welt erfolgen bei Diabetikern. Arterielle und venöse Beingeschwüre treten bei etwa 2% der Bevölkerung über 65 Jahren als Folge von Herz-Kreislauf-Insuffizienz auf. Derzeit gibt es dafür keine gute Behandlung abgesehen von der Verwendung von Kompressionsstrümpfen und dem Hochlagern der Beine. Ein weiterer wichtiger Bereich der Wundversorgung ist die Behandlung von Wundinfektionen, insbesondere die durch Antibiotika-resistente Bakterienstämme verursachten Infektionen. MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ist ein behandlungsresistenter Stamm von Staphylococcus aureus, und Schätzungen des US Centers for Disease Control and Prevention zeigen, dass MRSA allein in den USA pro Jahr über 90.000 schwere Infektionen verursacht und 17.000 Menschen tötet. Die Antibiotika-resistenten Bakterien sind für fast 65 Prozent aller Staphylokokken-Infektionen in den Intensivstationen der Krankenhäuser verantwortlich. 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Frank Sams-Dodd, Ph.D., Dr.habil.
CEO, Sorbus Pharmaceuticals GmbH
E-mail: sorbus@sorbus.at
www.sorbus.at













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